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Im Kräftereich - klicken für größeres Bild
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Im Kräftereich - Notenbeispiel
Notenbeispiel
Titel Im Kräftereich
Kategorie Blasorchester/HaFaBra
Unterkategorie Konzertmusik
Besetzung Ha (Blasorchester)
Format/Umfang PrtStm (Partitur und Stimmen)
Verlags-Artikelnr. KL 2195
Erscheinungsjahr 2012
Verkaufspreis 199,00 EUR (inkl. 10 % österr. USt.)
Komponist Summerer, Reinhard
Werkeverzeichnis Op.30
Schwierigkeitsgrad 4
Selbstwahlliste-Grad A4 (Einstufung Österreich Stufe D); SJ (Österreichische Jugend-Literaturdatenbank)
Dauer 13:30
Zusatzinfo/Inhalt "Im Kräftereich" ist ein Auftragswerk des Musikvereines St. Jakob im Walde (Steiermark) anlässlich der Feierlichkeiten der ersten urkundlichen Erwähnung - '800 Jahre St. Jakob'. Die Themen der Jubiläumsausstellung waren Grundlage für die Satz- bzw. für den Werktitel: Mächte - Mythen - Wirklichkeiten

at=mit WE

Prt

PicFlt
Flt 1,2
Ob/Flt 3
Fag
EsClr
Clr 1,2,3
BClr
ASax 1,2
TSax
BSax

Flh 1,2
Trp 1,2,3
Tnh
Hrn in F 1,2,3,4
Trb 1,2
BsTrb
Brt
Tub 1,2

WltStm

KB
Tmp
Perc 1,2 (5-6 musicians)
Mlt
Nr. Einzeltitel Dauer Tonbeispiel
1 Die Kraft der Erde 04:50
2 Die Teufelstein Sage 04:40
3 Die Kraft in uns 04:10
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Programmnotizen: Ergänzungstext

„Im Kräftereich“, op. 30, von Reinhard Summerer

Reinhard Summerers Komposition „Im Kräftereich“, op. 30, ist für Oberstufenblasorchester geschrieben und dauert ca. 13 1/2 Minuten. Das Werk ist dem Musikverein St. Jakob im Walde (Steiermark) zugeeignet. Die dreisätzige Komposition verbindet regionale Identität, landschaftliche Vorstellungen, eine Sage und die menschliche Fähigkeit, innere Kräfte zu entwickeln.

• 1. Die Kraft der Erde

Der erste Satz steht im Andante bei 1/4 = 80. Er beginnt mit dem „St. Jakob Motiv“ [es-d-a-g-b]. Diese Tonfolge ist aus dem Wort St. Jakob abgeleitet und wurde ursprünglich für die „Intrada 800“ komponiert. Das Motiv stellt somit einen unmittelbaren musikalischen Bezug zum Widmungsort und zum Musikverein St. Jakob im Walde her.

Aus dem Motiv entwickelt sich die Fanfare der „Intrada 800“. Ihr festlicher und repräsentativer Charakter hebt den regionalen Bezug hervor und verleiht dem Satz eine nach außen gerichtete Wirkung. Anschließend führt die Musik zum „Erde Thema“ über. Während das „St. Jakob Motiv“ den konkreten Ort bezeichnet, steht das „Erde Thema“ für die elementare Kraft der Landschaft, für Boden, Natur und Beständigkeit.

Am Ende kehrt die Fanfare wieder. Dadurch entsteht eine formale Klammer zwischen Beginn und Schluss. Der Satz verbindet somit das Motiv des Widmungsortes, die Fanfare der „Intrada 800“ und die Vorstellung von der Kraft der Erde zu einer gemeinsamen musikalischen Aussage.

• 2. Die Teufelstein Sage

Der zweite Satz ist erzählerisch und szenisch gestaltet. Er folgt dem Handlungsablauf der Teufelstein Sage und beschreibt Luzifers Aufenthalt in der Hölle sowie seinen Versuch, die ersten drei Riesensteine zu bewegen.

Zu Beginn steht im Misterioso bei 1/2 = 6 die Szene „In der Hölle. Rauch und Feuer, Luzifer schnaubend ...“. Das sehr langsame Tempo schafft eine geheimnisvolle und bedrohliche Atmosphäre. Mit dem Allegro agitato bei 1/4 = 152 beginnt „Unwesen treibend in der Hölle.“ Die Musik wird schneller, unruhiger und stärker von Bewegung geprägt.

Im L'istesso Tempo bei 1/2 = 76 folgt die Szene „Bittet um Wiederaufnahme in den Himmel.“ Die Temporeduktion bildet einen deutlichen Kontrast zur vorhergehenden Unruhe und bereitet den nächsten Handlungsschritt vor. Mit A Tempo bei 1/4 = 152 „macht sich der Teufel ans Werk“.

Das erste Glockenzeichen markiert den Beginn der entscheidenden Arbeitsphase. Luzifer erfasst die ersten drei Riesensteine und trägt sie durch die Luft. Danach kehrt er zurück, um den Vorgang zu wiederholen. Die Spannung steigt, als das Traggestell bricht und die Zeit knapp wird. Das zweite Glockenzeichen beendet den verfügbaren Zeitraum. Luzifer scheitert und fährt wütend in die Hölle zurück.

Die beiden Glockenzeichen gliedern den Satz und verstärken den zeitlichen Druck. Der zweite Satz führt von einer düsteren Atmosphäre über hektische Aktivität und körperliche Anstrengung zum Scheitern. Der Bezug zur Widmung entsteht durch den regionalen Sagenstoff, der das Werk im kulturellen Umfeld der Steiermark verankert.

• 3. Die Kraft in uns

Der dritte Satz steht im Moderato bei 1/4 = 116 und richtet den Blick auf die innere Kraft des Menschen. Er beginnt zögernd mit Bruchteilen des Hauptthemas. Diese fragmentarischen Motive wirken wie erste Ansätze einer noch nicht vollständig entwickelten musikalischen Aussage.

Nach der Vorstellung des Seitenthemas baut sich die Musik allmählich zum Hauptthema auf. Die zuvor angedeuteten Motivteile gewinnen an Zusammenhang und Geschlossenheit. Ein Tonartwechsel verstärkt diesen Aufbau und verleiht dem Erreichen des Hauptthemas zusätzliche musikalische Kraft.

Die abschließende Coda greift erneut das „St. Jakob Motiv“ [es-d-a-g-b] auf. Damit schließt sich der Bogen zum Beginn des Werkes. Das Motiv verbindet die innere Kraft des dritten Satzes mit dem Widmungsort und der musikalischen Gemeinschaft des Musikvereins St. Jakob im Walde.

• „Im Kräftereich“ stellt drei unterschiedliche Formen von Kraft dar: die elementare Kraft der Erde, die dramatische und letztlich scheiternde Kraft in der Teufelstein Sage sowie die sich entwickelnde innere Kraft des Menschen. Das „St. Jakob Motiv“ und die Fanfare der „Intrada 800“ schaffen den direkten Bezug zur Widmung. Die regionale Sage erweitert diesen Bezug um eine kulturelle Dimension. Durch die Wiederaufnahme des Motivs in der Coda werden alle drei Sätze zu einer geschlossenen musikalischen Einheit verbunden. •

Text: © musicainfo.net (KI)

Quellen/Sources:
Sagen.at: Die Teufelstein Sage
Wikipedia: St. Jakob im Walde

Tags:

Glaube und Religionen

Länder und Städte

Märchen, Sagen, Geschichten
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Im Kräftereich - hier klicken Im Kräftereich (Blasorchester), Partitur und Stimmen 199,00
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