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Böhmische Skizzen - klicken für größeres Bild
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Böhmische Skizzen - Notenbeispiel
Notenbeispiel
Titel Böhmische Skizzen
Kategorie Blasorchester/HaFaBra
Unterkategorie Konzertmusik
Besetzung Ha (Blasorchester)
Format/Umfang PrtStm (Partitur und Stimmen)
Verlags-Artikelnr. KL 2080
Erscheinungsjahr 2010
Komponist Jiskra, Josef
Schwierigkeitsgrad 3+
Selbstwahlliste-Grad A3 (Einstufung Österreich Stufe C)
Dauer 8:00
Zusatzinfo/Inhalt Immer wieder werden Begriffe aus der Bildenden Kunst, wie eben Bilder, Ansichten, Skizzen, musikalisch umgesetzt. Das gilt auch für diese Komposition, die andeutungsweise ein Bild des Werdens und Wachsens dieses Landes musikalisch aufzeichnen will. Josef Jiskra bringt dabei keine spezifisch volksmusikalischen Zitate, wandelt also nicht sozusagen klassischen Vorbildern Folge leistend durch Böhmens Hain und Flur#, sondern versucht vorzüglich, sein Heimaterleben Böhmen mit dem Blick auf Geschichte und Kunst in eigener Tonsprache auszudrücken. Das er dabei im zukunftsfrohen Eingang gleichsam Polkastimmung aufkommen lässt, ist durchaus legitim und eigenständig, fernab gängiger Folkloreklischees. Denn dann öffnet sich gleichsam Böhmens Seele mit all ihrer Gefühlstiefe und oft auch Schwermut, wie das eben die Folge des Erlebens schicksalsschwerer Tage ist. Aber nicht resignierendes Zurückschauen gewinnt Raum, das bewegte Thema lenkt wiederum den Blick auf tatenfrohe Gegenwart und zu meisternde Zukunft. Wofür auch das überaus gefällige Walzerthema als Beispiel gelten kann, das in ein klangmächtiges Finale von besonderer Schönheit und erhebender Feierlichkeit mündet.
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Programmnotizen: Ergänzungstext

Josef Jiskras „Böhmische Skizzen“ – Analyse eines konzertanten Blasorchesterwerks mit böhmischem Charakter

Josef Jiskra, ein bedeutender Komponist böhmischer Herkunft, komponierte mit den „Böhmischen Skizzen“ ein Konzertwerk für Blasorchester, das durch seinen unverkennbar böhmischen Charakter überzeugt. Das Stück zählt zu den Pflichtwerken der Oberstufe (Stufe C) in Niederösterreich und verdeutlicht Jiskras Fähigkeit, traditionelle böhmische Klänge mit konzertant-sinfonischen Elementen zu verbinden. Die Komposition besteht aus mehreren Sätzen, die sich durch unterschiedliche Tempi, Stimmungen und musikalische Besonderheiten auszeichnen.

Struktur und musikalische Charakteristika der Sätze

Der erste Satz, ein Allegro im Viertel-Tempo von 132, besticht durch seine lebhafte Rhythmik und vitale Melodieführung. Typisch für böhmische Musik sind hier punktierte Rhythmen, Synkopen und eine betonte Melodielinie in den Holz- und Blechbläsern. Die Instrumentierung nutzt den vollen Klangkörper des Blasorchesters, wobei Klarinetten und Trompeten die thematische Führung übernehmen.

Der zweite Satz, ein Andante sostenuto im Viertel-Tempo von 80, ist durch eine sangliche, lyrische Melodieführung geprägt, die an böhmische Volkslieder erinnert. Die Dynamik bleibt zurückhaltend, mit Fokus auf klangliche Homogenität und expressive Phrasierung. Die Begleitung erfolgt oft durch stützende Akkorde in den Posaunen und Tuben, während Flöten und Oboen die Melodie verzieren.

Der dritte Satz trägt die Bezeichnung Solenne, was auf einen feierlichen, fast zeremoniellen Charakter hindeutet. Hier dominieren harmonische Dichte und eine majestätische Klangentfaltung, die durch Fanfarenmotive in den Blechbläsern unterstrichen wird. Die Rhythmik ist gleichmäßig, mit betonten Akzenten auf den Zählzeiten, was dem Satz eine würdevoll-huldvolle Klangfarbe verleiht.

Der vierte Satz, ein Largo im Viertel-Tempo von 66, ist ein langsamer, meditativer Abschnitt, der Raum für expressive Solopassagen bietet. Besonders die Holzbläser wie Englischhorn oder Fagott erhalten hier Gelegenheit, ihre klangliche Vielfalt zu entfalten. Die Harmonik ist oft chromatisch angereichert, was dem Satz eine melancholische Note verleiht.

Der fünfte Satz, ein Allegro vivo im Viertel-Tempo von etwa 184, ist ein schneller, energiegeladener Abschnitt mit virtuosen Passagen, die an böhmische Polkas oder schnelle Tänze erinnern. Die Rhythmik ist durch Triolen und Sechzehntelnoten geprägt, was dem Stück eine mitreißende Dynamik verleiht. Die Instrumentierung nutzt den gesamten Klangumfang des Orchesters, wobei die Perkussion für rhythmische Akzente sorgt.

Der sechste Satz, ein Tempo di Valse im Dreivierteltakt von 56, ist ein Walzer-Satz, der durch seinen tanzartigen Rhythmus und eine elegante Melodieführung besticht. Typisch für böhmische Walzer sind die Betonung der ersten Zählzeit und eine fließende Bewegung. Die Klangfarbe ist warm und ausdrucksstark, mit einer prominenten Rolle der streicherähnlichen Instrumente wie Flöten und Klarinetten.

Der siebte Satz, ein Maestoso im Viertel-Tempo von 76, ist durch breite, fanfarenartige Melodien und eine würdevoll voranschreitende Rhythmik geprägt. Die Harmonik ist meist diatonisch, mit klaren Kadenzfolgen, die dem Satz eine festliche Note verleihen. Die Blechbläser dominieren hier, unterstützt durch eine rhythmisch präzise Begleitung der Perkussion.

Das Finale, betitelt Eroico im Halbtakt-Tempo von 80, ist durch einen heroischen, triumphalen Charakter gekennzeichnet. Die Musik ist kraftvoll und energiegeladen, mit einer dichten Instrumentierung und markanten Rhythmen. Besonders die Blechbläser und Perkussion tragen zur dramatischen Steigerung bei, die in einem fulminanten Schluss gipfelt.

Der böhmische Stil in den „Böhmischen Skizzen“

Josef Jiskra greift in diesem Werk auf typische Merkmale der böhmischen Blasmusik zurück. Die Rhythmik ist durch punktierte Rhythmen, Synkopen und Triolen geprägt, die der Musik ihren charakteristischen Schwung verleihen. Die Melodien sind volksliedhaft und sanglich, mit einer Vorliebe für kleine Intervalle und chromatische Wendungen. Die Harmonien bleiben meist diatonisch, werden jedoch durch gezielte Chromatik angereichert, was der Musik eine expressive Tiefe verleiht.

Die Instrumentierung nutzt den vollen Klangumfang des Blasorchesters. Besonders die Holzbläser wie Klarinetten und Flöten sowie die Blechbläser wie Trompeten und Posaunen stehen im Vordergrund. Die Perkussion wird gezielt für rhythmische Akzente eingesetzt, was den böhmischen Charakter unterstreicht.

Wirkung auf das Blasorchester

Die „Böhmischen Skizzen“ stellen hohe Anforderungen an das Ensemble, sowohl in technischer als auch in musikalischer Hinsicht. Schnelle Passagen, virtuose Soli und präzise Rhythmen erfordern ein hohes Maß an Spielfertigkeit. Die Komposition verlangt zudem eine ausgewogene Klangbalance, insbesondere in den Sätzen mit dichten Harmonien und virtuosen Melodien. Trotz der klaren strukturellen Vorgaben bietet das Werk Raum für individuelle Gestaltung, insbesondere in den lyrischen und expressiven Passagen.

*Die „Böhmischen Skizzen“ sind somit nicht nur ein Konzertwerk von hohem künstlerischen Wert, sondern auch ein Beispiel für die gelungene Verbindung traditioneller böhmischer Musik mit modernen, konzertanten Elementen. Sie eignen sich hervorragend für fortgeschrittene Blasorchester, die technisch und musikalisch anspruchsvolle Literatur suchen.*

Text: musicainfo.net (KI)
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Format/Umfang EUR
Böhmische Skizzen - hier klicken Böhmische Skizzen (Blasorchester), Partitur und Stimmen
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