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Die Götter rufen (aus der Operette 'Trauminsel') - klicken für größeres Bild
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Die Götter rufen (aus der Operette 'Trauminsel') - Notenbeispiel
Notenbeispiel
Titel Die Götter rufen (aus der Operette 'Trauminsel')
Kategorie Blasorchester/HaFaBra
Unterkategorie Musik aus Operette, Singspiel
Besetzung Ha (Blasorchester)
Format/Umfang PrtStm (Partitur und Stimmen)
Verlags-Artikelnr. KL 2186
Erscheinungsjahr 2013
Verkaufspreis 99,00 EUR (inkl. 10 % österr. USt.)
Komponist Stolz, Robert
Arrangeur Andraschek, Siegmund
Dauer 3:29
Zusatzinfo/Inhalt „Die Götter rufen“ ist eine Ballettpantomime aus der Operette „Trauminsel“ welche ihre Uraufführung am 27. Juli 1962 bei den Bregenzer Festspielen erlebte. Weitere Lieder aus der Operette sind „Wem die Sommersonne lacht“ und das Lied der „Männerverzehrenden“ Donna Rosa „Männer, Männer!

(© Kliment Musikverlag)
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Programmnotizen: Ergänzungstext

Die Operette „Trauminsel“ und die Ballettpantomime „Die Götter rufen“ von Robert Stolz – Entstehung, Bedeutung und Bearbeitung für Blasorchester

Robert Stolz, einer der bedeutendsten Komponisten der Wiener Operette, schuf mit „Trauminsel“ (1962) ein Werk, das die Tradition des Genres mit modernen Elementen verbindet. Ein zentraler Bestandteil dieser Operette ist die Ballettpantomime „Die Götter rufen“, die als dramaturgischer Höhepunkt fungiert. Besonders interessant ist die Bearbeitung dieses Stücks für Blasorchester durch Siegmund Andraschek, die die Vielseitigkeit von Stolz’ Kompositionen unterstreicht. Dieser Aufsatz beleuchtet die Entstehung und Bedeutung beider Werke, analysiert ihre musikalische und dramaturgische Verbindung und erläutert die Besonderheiten der Blasorchesterfassung.

• Die Operette „Trauminsel“ – Entstehung und Bedeutung

Die Operette „Trauminsel“ entstand im Jahr 1962 und ist eine der späten Kompositionen von Robert Stolz. Das Libretto stammt von Robert Gilbert und Per Schwenzen, während die Gesangstexte von Robert Gilbert verfasst wurden. Die Handlung spielt im fiktiven Fischerdorf Titipec, wo das Leben in ruhigen Bahnen verläuft und die Zeit scheinbar stillsteht.

Im Zentrum der Handlung stehen die Bewohner des Dorfes: Donna Rosa, eine mannstolle Witwe, der tyrannische Fischer Rodrigo, die schöne Marinella, ihr Vater Riccardo sowie der Schwammverkäufer Rubio. Marinella ist Rodrigo zur Heirat versprochen, da dieser Riccardo nach einer Sturmnacht das Leben rettete. Als Rubio sich in Marinella verliebt und ihr seinen schönsten Schwamm schenkt, entfacht dies Rodrigos Eifersucht. Ein weiterer zentraler Charakter ist Ted Leroux, der einzige Fremde im Dorf, der die Dynamiken zwischen den Bewohnern beobachtet.

Die Operette lebt von der Gegenüberstellung von Alltag und Traum: Während das Dorfleben von Traditionen und Konflikten geprägt ist, bietet die „Trauminsel“ den Charakteren eine Fluchtmöglichkeit in eine idealisierte Welt. Besonders die Tarantella, die Marinella und Rubio gemeinsam tanzen, symbolisiert die Sehnsucht nach Freiheit und Leidenschaft.

Musikalisch ist „Trauminsel“ geprägt von eingängigen, tanzbaren Rhythmen wie Walzer und Tarantella, lyrischen Melodien sowie einer Mischung aus traditionellen Operettenklängen und modernen Einflüssen. Die Ballettpantomime „Die Götter rufen“ bildet einen Höhepunkt der Operette und verbindet die realistische Dorfwelt mit der traumhaften Atmosphäre der Insel.

• Die Ballettpantomime „Die Götter rufen“ – Verbindung zur Operette

„Die Götter rufen“ ist eine eigenständige, aber in die Handlung von „Trauminsel“ eingebettete Ballettpantomime. Sie dient als dramaturgischer Höhepunkt und verbindet die realistische Dorfwelt mit der traumhaften Inselatmosphäre. Die Pantomime ist geprägt von expressiven Tanzsequenzen, einer dynamischen Instrumentierung und einer Steigerung der emotionalen Spannung zwischen den Charakteren.

Die Verbindung zur Operette liegt in der Thematik der Flucht: Während die Bewohner von Titipec in ihrem Alltag gefangen sind, bietet die Ballettpantomime eine künstlerische Darstellung von Freiheit und Sehnsucht. Die Musik von Stolz unterstreicht dies durch wechselnde Tempi, farbenreiche Orchestrierung und eingängige Motive.

Die Bearbeitung von „Die Götter rufen“ für Blasorchester durch Siegmund Andraschek

Siegmund Andraschek, ein renommierter Arrangeur und Komponist für Blasorchester, schuf eine Bearbeitung von „Die Götter rufen“, die die Adaption klassischer Werke für Blasmusikensembles exemplifiziert. Seine Version zeichnet sich durch eine angepasste Instrumentierung aus, die die charakteristischen Klänge und Melodien des Originals bewahrt. Besonders hervorzuheben sind die Betonung der Rhythmusgruppe, die Verwendung von Soli für Holz- und Blechblasinstrumente sowie die dramaturgische Struktur, die den Spannungsbogen der Pantomime auch in der Blasorchesterfassung erlebbar macht.

Andrascheks Bearbeitung berücksichtigt verschiedene Schwierigkeitsgrade, sodass das Werk sowohl von ambitionierten Laien- als auch von Profiorchestern aufgeführt werden kann. Die Blasorchesterfassung behält die tänzerische Leichtigkeit und die emotionale Tiefe des Originals bei und ermöglicht es, die dramatische Wirkung der Pantomime auch außerhalb des Operettenkontexts zu erleben.

• Das Dorfleben in Titipec – Integration in die musikalische und dramaturgische Analyse

Die Handlung von „Trauminsel“ ist eng mit dem Dorfleben in Titipec verknüpft. Die Bewohner repräsentieren archetypische Charaktere: Rodrigo steht für Macht und Besitzanspruch, Marinella verkörpert die Sehnsucht nach Freiheit und Liebe, Rubio symbolisiert die Hoffnung auf Veränderung, während Donna Rosa und Ted Leroux humorvolle und reflektierende Elemente in die Handlung einbringen.

Die Tarantella als zentrales Tanzelement verbindet die realistische Dorfwelt mit der traumhaften Insel. Sie steht für Leidenschaft, Eifersucht und Gemeinschaft. Die Ballettpantomime „Die Götter rufen“ greift diese Motive auf und überhöht sie künstlerisch. Die Bearbeitung für Blasorchester ermöglicht es, diese emotionale und dramatische Dichte auch in Konzerten außerhalb des Operettenkontexts zu erleben.

• Robert Stolz’ „Trauminsel“ und die Ballettpantomime „Die Götter rufen“ sind Meisterwerke der Operettenliteratur, die durch ihre Verbindung von Realität und Traum bestachen. Die Bearbeitung durch Siegmund Andraschek für Blasorchester unterstreicht die zeitlose Qualität dieser Werke und macht sie einem breiten Publikum zugänglich. Die Handlung in Titipec, geprägt von Konflikten, Sehnsüchten und humorvollen Momenten, bleibt dabei zentral – sie zeigt, wie Musik und Tanz als Ausdrucksmittel menschlicher Emotionen fungieren. •

Text: musicainfo.net (KI)

Quelle/Source:
Operetten-Lexikon: Trauminsel
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Format/Umfang EUR
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