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Fantasia - Notenbeispiel
Notenbeispiel
Titel Fantasia
Kategorie Blasorchester/HaFaBra
Unterkategorie Zeitgenössische Bläsermusik (1945-heute)
Besetzung Ha (Blasorchester)
Format/Umfang PrtStm (Partitur und Stimmen)
Verlags-Artikelnr. KL 2307
Erscheinungsjahr 2021
Verkaufspreis 89,00 EUR (inkl. 10 % österr. USt.)
Komponist Gutmann, Philipp Manuel
Schwierigkeitsgrad 2
Selbstwahlliste-Grad A1 (Einstufung Österreich Stufe A); CJ (Österreichische Jugend-Literaturdatenbank)
Dauer 03:25
Zusatzinfo/Inhalt Fanfarenartig öffnen sich die Tore einer märchenhaften Kulisse und gewähren einen kurzen Einblick in die außergewöhnliche Klangwelt von Fantasia. Umspielt von Kastagnetten und zunehmend vorwärtsdrängenden rhythmischen Elementen spinnt sich eine zarte, schwingungsvolle und musikalische Abenteuererzählung fort.

Während im ersten Abschnitt der Komposition vereinzelte Szenen motivisch verarbeitet werden, besteht der zweite Abschnitt aus drei Teilen, in denen die einzelnen rhythmischen und motivischen Komponenten so ineinandergreifen, dass ein ausdrucksstarker, verträumter und intensiver Charakter entsteht. Die anfängliche Fanfare, die in variierter Form auch den zweiten Abschnitt einleitet, ertönt ein letztes Mal und beendet das Stück mit einem Ausrufezeichen.

Getragene und schwelgerische Momente definieren die Stimmung von Fantasia und bilden die Basis für eine unterhaltsame musikalische Märchenerzählung.

at=mit WE

(© Kliment Musikverlag)

Prt

PicFlt
Flt
Ob
Fag
Clr 1,2,3
BClr
ASax 1,2
TSax
BSax

Trp 1,2,3
Hrn in F 1,2,3,4
Flh 1,2
Tnh
Trb 1,2,3
Brt
Tub

WltStm

Tmp
SD
BD
Cym
Kgt
Glsp
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Programmnotizen: Ergänzungstext

Fantasia – Ein musikalisches Märchen für sinfonisches Blasorchester von Philipp Manuel Gutmann

Philipp Manuel Gutmanns Komposition „Fantasia – Ein musikalisches Märchen“ für sinfonisches Blasorchester besticht durch ihre dramatische Struktur und musikalische Vielfalt. Das 2022 uraufgeführte Werk verbindet sinfonische Blasmusik mit einer märchenhaften Erzählstruktur und richtet sich an ein Publikum, das sich für die erzählerischen Möglichkeiten dieses Genres interessiert. Die folgende Analyse untersucht die Struktur, die musikalischen Merkmale und die Bedeutung der Tempowechsel für die Erzählung.

• Struktur der Komposition

Die Komposition „Fantasia“ ist als musikalisches Märchen konzipiert und folgt einer klaren, aber dennoch flexiblen Struktur. Die einzelnen Abschnitte zeichnen sich durch markante Tempowechsel und musikalische Kontraste aus, die die Erzählung vorantreiben. Die Struktur lässt sich in mehrere Abschnitte unterteilen, von denen jeder eine spezifische Funktion innerhalb der Gesamtkomposition erfüllt.

Das Stück beginnt mit der Tempoangabe *Maestoso* und einem Viertelnotentempo von 124. Dieses majestätische Tempo erzeugt eine feierliche und einladende Atmosphäre und zieht den Zuhörer in die musikalische Erzählung hinein. Es dient als Einleitung und bereitet den Hörer auf die folgenden musikalischen Entwicklungen vor.

Im Abschnitt B bleibt das Tempo mit *L’istesso tempo* und einem Viertelnotentempo von 124 unverändert. Hier wird die musikalische Textur jedoch variiert, um neue Motive einzuführen oder bestehende Themen weiterzuentwickeln. Dieser Abschnitt vertieft die Erzählung und schafft ein kontinuierliches und dennoch abwechslungsreiches Musikerlebnis.

Abschnitt C ist mit *Un poco meno mosso* und einem Viertelnotentempo von 112 gekennzeichnet. Die leichte Verlangsamung des Tempos ermöglicht lyrische und ausdrucksstarke Passagen, die als Momente der Reflexion oder Übergänge innerhalb der Erzählung fungieren. Dieser Abschnitt bietet Raum für emotionales Eintauchen und bereitet den Zuhörer auf die folgenden Entwicklungen vor.

Im Abschnitt E wechselt das Tempo zu *Andante sostenuto* mit einem Viertelnotentempo von 78. Diese deutliche Verlangsamung erzeugt eine intensive und besinnliche Atmosphäre, in der die zentralen Themen des Märchens musikalisch entwickelt werden. Hier tritt die emotionale Tiefe des Werkes besonders deutlich hervor, und der Zuhörer wird in die Erzählung hineingezogen.

Der letzte Abschnitt, *Tempo I bis Fine*, kehrt zum ursprünglichen Tempo zurück und rundet die Geschichte ab. Diese Rückkehr sorgt für einen harmonischen Abschluss und bringt die musikalische Reise zu einem befriedigenden Ende.

• Musikalische Merkmale

Die „Fantasia“ zeichnet sich durch eine Vielzahl musikalischer Merkmale aus, die das Werk zu einem besonderen Erlebnis für sinfonische Blasorchester machen. Gutmann nutzt die gesamte Klangpalette eines solchen Ensembles, um eine farbenreiche und abwechslungsreiche Klanglandschaft zu schaffen. Holz- und Blechblasinstrumente sind häufig in Dialoge eingebunden, die die Handlung des Märchens unterstreichen. Die Komposition verwendet wiederkehrende Motive, die im Verlauf des Stücks variiert und weiterentwickelt werden. Dies schafft eine musikalische Einheit und unterstützt die Erzählstruktur.

Dynamik und Artikulation spielen in „Fantasia“ eine zentrale Rolle. Gutmann setzt dynamische Kontraste und artikulatorische Nuancen bewusst ein, um Spannung und Emotionen zu vermitteln. Dies trägt wesentlich zur dramatischen Wirkung des Werkes bei und unterstreicht dessen erzählerischen Charakter.

• Tempowechsel und ihre Bedeutung für die Erzählung

Die Tempowechsel in „Fantasia“ sind ein zentrales kompositorisches Mittel, das die Erzählstruktur dieses musikalischen Märchens prägt. Das majestätische Anfangstempo schafft eine einladende Atmosphäre und entführt den Hörer in die Welt des Märchens. Die Beibehaltung dieses Tempos in Abschnitt B gewährleistet die Kontinuität der Erzählung und führt gleichzeitig neue musikalische Ideen ein.

Die leichte Verlangsamung in Abschnitt C ermöglicht eine tiefere Auseinandersetzung mit der Handlung und schafft Raum für lyrische und emotionale Passagen. Der Wechsel zum Andante sostenuto in Abschnitt E dient der intensiven Erforschung der zentralen Themen des Märchens und unterstreicht die emotionale Tiefe des Werkes. Die Rückkehr zum ursprünglichen Tempo im Schlussteil rundet die Erzählung ab und schafft einen harmonischen Abschluss.

• „Fantasia – Ein musikalisches Märchen“ von Philipp Manuel Gutmann ist ein herausragendes Beispiel für die Verbindung von symphonischer Bläsermusik mit einer Erzählstruktur. Durch den gezielten Einsatz von Tempowechseln, thematischer Entwicklung und instrumentaler Vielfalt gelingt es Gutmann, eine musikalische Erzählung zu schaffen, die den Zuhörer in eine Märchenwelt entführt. Das Werk eignet sich ideal für Dirigenten und Musiker, die eine anspruchsvolle und dennoch zugängliche Komposition für symphonisches Blasorchester suchen. •

Text: musicainfo.net (KI)
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