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March America - Notenbeispiel
Notenbeispiel
Titel March America  NEU! 
Kategorie Blasorchester/HaFaBra
Unterkategorie Konzertmarsch
Besetzung Ha (Blasorchester)
Format/Umfang PrtStm (Partitur und Stimmen)
Verlags-Artikelnr. KL 2330
Serientitel Serie Marschraritäten
Erscheinungsjahr 2026
Komponist Komzak, Karl Sohn
Arrangeur Ebner, Stefan
Zusatzinfo/Inhalt "March America" von Karl Komzák in der Bearbeitung für Blasorchester von Stefan Ebner ist ein schwungvoller, effektvoller Konzertmarsch, der den klassischen mitteleuropäischen Marschstil mit echten amerikanischen Bürgerkriegsmelodien verknüpft.
Komzák (1850–1905), einer der produktivsten und populärsten Marschkomponisten der k.u.k.-Zeit, hat hier ein Stück geschaffen, das europäische Marschtradition mit amerikanischem Pathos und Volksliedgut verbindet. Stefan Ebner hat die Partitur für modernes Blasorchester eingerichtet: klangstark, registerklar und mit dem nötigen Drive, damit das Ganze sowohl im Konzertsaal als auch im Freien richtig zündet.
Das eigentliche Salz in der Suppe sind die klar erkennbaren Bürgerkriegs- und Patriotismus-Melodien, die organisch in die Marschform eingearbeitet sind:
• Marching Through Georgia – der berühmte, vorwärtsstürmende Unionssong von Henry Clay Work, der den Vormarsch General Shermans durch den Süden besingt. Hier erscheint er als energiegeladener, rhythmisch prägnanter Abschnitt.
• Tramp! Tramp! Tramp! The Boys Are Marching – der typische, unaufhaltsame Marschrhythmus der Unionstruppen, der dem Stück zusätzlichen Schub verleiht.
• My Old Kentucky Home – die sentimentale, beinahe wehmütige Stephen-Foster-Melodie, die einen emotionalen Kontrast zu den kämpferischen Themen bildet.
• Dixieland – die ikonische Südstaaten-Melodie, die hier nicht ironisch, sondern als schwungvolles, charakteristisches Zitat eingesetzt wird.
• Yankee Doodle – der klassische, unüberhörbare amerikanische Standard, der dem Ganzen sofortige Wiedererkennbarkeit und einen Hauch von Leichtigkeit gibt.
• The Union Forever – das patriotische, hymnenartige Bekenntnis zur Einheit der Vereinigten Staaten, das den Marsch mit einem starken, feierlichen Akzent versieht.

(© Kliment Musikverlag)
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March America – Ein Potpourri amerikanischer Märsche und Volkslieder in europäischer Tradition

Die Komposition „March America“ von Karl Komzák Sohn zählt zu den bekanntesten Werken der europäischen Blasmusik, die amerikanische Märsche und Volkslieder in ein Potpourri vereint. Als Konzertmarsch verbindet das Stück militärische Tradition mit populären Melodien und spiegelt die kulturelle Wechselwirkung zwischen Europa und den Vereinigten Staaten wider. Besonders die Bearbeitung für modernes Blasorchester durch Stefan Ebner hat dem Werk neue Aktualität verliehen und es für zeitgenössische Ensembles zugänglich gemacht. Dieser Aufsatz beleuchtet die Entstehung und Bedeutung des Werkes, analysiert die Besonderheiten der modernen Bearbeitung und charakterisiert die enthaltenen Lieder.

• Historischer Überblick: Entstehung und Bedeutung

Karl Komzák Sohn, geboren am 8. November 1850 in Prag und gestorben am 23. April 1905 in Baden bei Wien, war ein österreichischer Komponist böhmischer Herkunft und entstammte einer berühmten Musikerfamilie. Als Sohn von Karl Komzák junior und Enkel von Karl Komzák senior führte er die Tradition der Familienkapelle fort und prägte die Wiener Blasmusikszene des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Seine Werke, darunter patriotische Märsche und Potpourris, waren von großer Popularität und wurden auch international geschätzt.

„March America“ entstand in einer Zeit, in der europäische Komponisten zunehmend von der lebendigen Musikszene der USA inspiriert wurden. Das Werk ist ein typisches Beispiel für ein Konzertmarsch-Potpourri, das amerikanische Melodien in die europäische Blasorchester-Tradition überträgt. Es verbindet militärische Marschmusik mit populären Volksliedern und spiegelt so die kulturelle Verbundenheit zwischen den Kontinenten wider. Besonders die Verwendung bekannter amerikanischer Lieder machte das Werk zu einem beliebten Konzertstück, das sowohl historische als auch unterhaltende Aspekte vereint.

Die Bearbeitung für modernes Blasorchester durch Stefan Ebner

Stefan Ebner, ein zeitgenössischer Komponist und Arrangeur, hat „March America“ für das moderne Blasorchester neu bearbeitet. Ebner ist bekannt für seine Arbeit im Bereich der Blasmusik, insbesondere für seine Fähigkeit, historische Werke klanglich und spielerisch an die Anforderungen heutiger Ensembles anzupassen. Seine Bearbeitung von „March America“ zeichnet sich durch eine moderne Instrumentierung aus, die den Klangkörper des Blasorchesters optimal nutzt und gleichzeitig die ursprüngliche Melodieführung und Harmonik bewahrt.

Ein zentrales Merkmal der Bearbeitung ist die dynamische Gestaltung, die den Charakter der einzelnen Lieder unterstreicht und den Potpourri-Charakter des Werkes betont. Ebner gelingt es, die traditionelle Marschmusik mit zeitgemäßen Arrangementtechniken zu verbinden, ohne den historischen Kern zu verändern. Durch die Anpassung der Stimmenführung und die Berücksichtigung moderner Spieltechniken wird das Werk für heutige Musiker zugänglicher, ohne seinen ursprünglichen Charme zu verlieren. Die Bearbeitung ist somit ein gelungenes Beispiel dafür, wie traditionelle Musik durch moderne Arrangements neu interpretiert werden kann.

• Die enthaltenen Lieder: Charakterisierung und Bedeutung

„March America“ vereint sechs bekannte amerikanische Melodien, die jeweils eine eigene musikalische und historische Bedeutung tragen. Im Folgenden werden die Lieder vorgestellt und charakterisiert:

- Marching Through Georgia: Dieses Lied wurde 1865 von Henry Clay Work komponiert und thematisiert den Marsch der Unionstruppen durch den Bundesstaat Georgia während des Amerikanischen Bürgerkriegs. Der energische Rhythmus und die eingängige Melodie machen es zu einem der bekanntesten Bürgerkriegsmärsche. Es feiert den Sieg der Nordstaaten und ist bis heute ein Symbol für den Triumph der Union.

- Tramp! Tramp! Tramp! The Boys Are Marching: George F. Root schuf diesen Marsch 1864 als Hommage an die heimkehrenden Soldaten nach dem Bürgerkrieg. Der optimistische Charakter und der markante Refrain haben dem Lied eine dauerhafte Popularität gesichert. Es steht für Hoffnung und Wiedersehen und wird oft als Ausdruck des nationalen Stolzes interpretiert.

- My Old Kentucky Home: Stephen Foster komponierte dieses Volkslied 1853, das die Sehnsucht nach der Heimat Kentucky ausdrückt. Die lyrische Melodie und die melancholische Stimmung heben es von den marschbetonten Stücken ab. Es gilt als eines der schönsten Beispiele amerikanischer Volksmusik und wird oft mit dem Leben im ländlichen Amerika assoziiert.

- Dixieland: Dieser traditionelle Südstaaten-Song repräsentiert die Kultur und den Stolz des amerikanischen Südens. Die lebhafte, tanzbare Melodie ist typisch für die frühe Jazz- und Ragtime-Ära. „Dixieland“ steht für die musikalische Vielfalt der Region und wird oft mit Festen und Feiern in Verbindung gebracht.

- Yankee Doodle: Die Ursprünge dieses klassischen amerikanischen Marsches reichen bis ins 18. Jahrhundert zurück. Der spielerische Rhythmus und die humorvolle Textierung machen ihn zu einem Symbol amerikanischer Folklore. Ursprünglich als Spottlied der Briten über die amerikanischen Kolonisten entstanden, entwickelte es sich zu einem patriotischen Lied, das bis heute gesungen wird.

- The Union Forever: Dieser patriotische Marsch feiert die Einheit der Vereinigten Staaten. Die feierliche Melodie und der kraftvolle Klang unterstreichen den nationalen Stolz und die historische Bedeutung der Union. Das Lied steht für den Zusammenhalt des Landes und wird oft bei offiziellen Anlässen gespielt.

• „March America“ von Karl Komzák Sohn ist ein kulturelles Bindeglied zwischen europäischer Marschmusik und amerikanischer Folklore. Die Bearbeitung durch Stefan Ebner macht das Werk für moderne Blasorchester zugänglich und bewahrt gleichzeitig seinen historischen Charme. Die enthaltenen Lieder bieten eine vielfältige musikalische Reise durch die Geschichte der USA – von Bürgerkriegsmärschen bis zu Volksliedern – und machen das Potpourri zu einem bereichernden Repertoirestück für jedes Konzertprogramm. Durch die Verbindung von Tradition und Moderne bleibt „March America“ ein zeitloses Werk, das sowohl Musiker als auch Publikum begeistert. •

March America – A Potpourri of American Marches and Folk Songs in European Tradition

The composition "March America" ​​by Karl Komzák Jr. is among the best-known works of European wind band music, combining American marches and folk songs into a medley. As a concert march, the piece blends military tradition with popular melodies and reflects the cultural exchange between Europe and the United States. Stefan Ebner's arrangement for modern wind orchestra, in particular, has given the work renewed relevance and made it accessible to contemporary ensembles. This essay examines the work's origins and significance, analyzes the specific features of the modern arrangement, and characterizes the songs it contains.

• Historical Overview: Origins and Significance

Karl Komzák Jr., born on November 8, 1850, in Prague and died on April 23, 1905, in Baden near Vienna, was an Austrian composer of Bohemian origin and came from a renowned family of musicians. As the son of Karl Komzák Jr. and grandson of Karl Komzák Sr., he continued the family band's tradition and shaped the Viennese brass band scene of the late 19th and early 20th centuries. His works, including patriotic marches and medleys, enjoyed great popularity and were also appreciated internationally.

"March America" ​​was composed at a time when European composers were increasingly inspired by the vibrant music scene in the USA. The work is a typical example of a concert march medley, which translates American melodies into the European brass band tradition. It combines military march music with popular folk songs, thus reflecting the cultural connection between the continents. The use of well-known American songs, in particular, made the work a popular concert piece, combining both historical and entertaining aspects.

Stefan Ebner's arrangement for modern wind orchestra

Stefan Ebner, a contemporary composer and arranger, has reworked "March America" ​​for modern wind orchestra. Ebner is known for his work in the field of wind music, particularly for his ability to adapt historical works to the sonic and performance demands of today's ensembles. His arrangement of "March America" ​​features modern instrumentation that optimally utilizes the sound of the wind orchestra while preserving the original melodic lines and harmonies.

A key feature of the arrangement is its dynamic shaping, which underscores the character of each piece and emphasizes the potpourri-like nature of the work. Ebner successfully combines traditional march music with contemporary arrangement techniques without altering its historical core. By adapting the part-writing and incorporating modern playing techniques, the work becomes more accessible to today's musicians without losing its original charm. This arrangement is a successful example of how traditional music can be reinterpreted through modern arrangements.

• The Included Songs: Characterization and Meaning

"March America" ​​brings together six well-known American melodies, each with its own musical and historical significance. The songs are introduced and characterized below:

- Marching Through Georgia: Composed in 1865 by Henry Clay Work, this song celebrates the march of Union troops through the state of Georgia during the American Civil War. Its energetic rhythm and catchy melody make it one of the most famous Civil War marches. It celebrates the victory of the Northern states and remains a symbol of Union triumph.

- Tramp! Tramp! Tramp! The Boys Are Marching: George F. Root created this march in 1864 as a tribute to returning soldiers after the Civil War. Its optimistic character and distinctive refrain have ensured its enduring popularity. It represents hope and reunion and is often interpreted as an expression of national pride.

- My Old Kentucky Home: Stephen Foster composed this folk song in 1853, which expresses longing for one's home state of Kentucky. Its lyrical melody and melancholic mood set it apart from more march-like pieces. It is considered one of the finest examples of American folk music and is often associated with rural American life.

- Dixieland: This traditional Southern song represents the culture and pride of the American South. The lively, danceable melody is typical of the early jazz and ragtime era. "Dixieland" represents the region's musical diversity and is often associated with festivals and celebrations.

- Yankee Doodle: The origins of this classic American march date back to the 18th century. Its playful rhythm and humorous lyrics make it a symbol of American folklore. Originally written as a mocking song by the British about the American colonists, it evolved into a patriotic song that is still sung today.

- The Union Forever: This patriotic march celebrates the unity of the United States. The solemn melody and powerful sound underscore national pride and the historical significance of the Union. The song represents the unity of the country and is often played at official events.

• “March America” by Karl Komzák Jr. is a cultural link between European march music and American folklore. Stefan Ebner’s arrangement makes the work accessible to modern wind orchestras while preserving its historical charm. The included songs offer a diverse musical journey through American history – from Civil War marches to folk songs – making this medley a valuable addition to any concert repertoire. By blending tradition and modernity, "March America" ​​remains a timeless work that continues to captivate both musicians and audiences. •

Text: © musicainfo.net (KI)
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