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Eljen a Magyar (Es lebe der Ungar) - klicken für größeres Bild
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Eljen a Magyar (Es lebe der Ungar) - Notenbeispiel
Notenbeispiel
Titel Eljen a Magyar (Es lebe der Ungar)
Kategorie Blasorchester/HaFaBra
Unterkategorie Konzertpolka
Besetzung Ha (Blasorchester)
Besetzungsart/Infos Schnell-Polka
Format/Umfang DirStm (Direktionsstimme und Stimmen)
Verlags-Artikelnr. KL 1138
Erscheinungsjahr 1979
Verkaufspreis 69,00 EUR (inkl. 10 % österr. USt.)
Komponist Strauss, Johann Sohn
Arrangeur Österreicher, Johann
Werkeverzeichnis Op.332
Schwierigkeitsgrad 3
Selbstwahlliste-Grad A4 (Einstufung Österreich Stufe D); PWM-at (Literaturliste Polka, Walzer, Marsch)
Dauer 3:10
Zusatzinfo/Inhalt Die flotte Einleitung bringt bereits markante Akkorde. Dann spielt das Orchester das erste Thema, typisch im Stil der Zigeunermusik.Hierauf beruhigt sich der musikalische Verlauf ein wenig. Gegen Ende wird von der Durtonart in eine Molltonart übergewechselt. Noch einmal werden Motive aus der Zigeunermusik aufgegriffen und ausgestaltet, bis schlussendlich markante Akkorde gesetzt werden. In der Coda wird auch der 'Rakoczi-Marsch', Symbol für den Widerstandsgeist der Ungarn, zitiert.
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Programmnotizen: Ergänzungstext

Eljen a Magyar! op. 332 von Johann Strauss Sohn – Analyse, Historie und Bedeutung der Blasorchesterbearbeitung durch Johann Österreicher

Die Polka schnell *Eljen a Magyar!* (Es lebe der Ungar!) op. 332 von Johann Strauss Sohn ist eines der lebendigsten und symbolträchtigsten Werke des Komponisten. Urageführt am 16. März 1869 im Redouten-Saal in Budapest, spiegelt das Stück die enge kulturelle Verbindung zwischen Wien und Ungarn im 19. Jahrhundert wider. Besonders die Bearbeitung für Blasorchester durch Johann Österreicher hebt die musikalischen Besonderheiten des Originals hervor und unterstreicht die Bedeutung des Werkes als Hommage an die ungarische Kultur.

Musikalische Struktur und stilistische Merkmale

*Eljen a Magyar!* folgt der typischen Form einer Schnellpolka, die durch einen lebhaften, tanzbaren Rhythmus und eine klare Gliederung geprägt ist. Die Komposition lässt sich in mehrere Abschnitte unterteilen:

Die Einleitung beginnt mit einer flotten, energiegeladenen Passage, die durch markante Akkorde geprägt ist. Diese Akkordfolgen fesseln sofort die Aufmerksamkeit des Hörers und bereiten das erste Thema vor. Das erste Thema ist im Stil der Zigeunermusik gehalten, gekennzeichnet durch synkopierte Rhythmen, schnelle Läufe und eine expressive Melodieführung. Die Zigeunermusik, ein zentrales Element der ungarischen Folklore, verleiht dem Werk eine authentische, volksnahe Note.

Nach der lebhaften Eröffnung folgt eine Phase der Beruhigung. Die Musik wird lyrischer, die Harmonien weicher, und das Tempo verlangsamt sich leicht, um einen Kontrast zum vorherigen Abschnitt zu schaffen. Gegen Ende des Stücks erfolgt ein harmonischer Wechsel von einer Dur- in eine Molltonart, der dem Werk eine dramatische Wendung verleiht. Dieser Abschnitt unterstreicht die emotionale Tiefe der Komposition und bereitet den Weg für die abschließende Steigerung.

Die Coda greift den Rákóczi-Marsch auf, eine Melodie, die als Symbol des ungarischen Widerstandsgeistes gilt. Dieses Zitat verleiht dem Werk eine patriotische Note und verbindet es mit der ungarischen Geschichte. Die markanten Schlussakkorde runden die Komposition mit einem triumphalen Finale ab.

Stilistisch sind vor allem die Einflüsse der Zigeunermusik prägend. Diese Motive sind durch ihre improvisatorische Freiheit, schnelle Tonfolgen und charakteristische Rhythmen gekennzeichnet. Dynamische Kontraste zwischen lebhaften, tanzbaren Passagen und ruhigeren, lyrischen Abschnitten schaffen eine abwechslungsreiche Dramaturgie. Der Wechsel von Dur nach Moll gegen Ende des Stücks ist ein typisches Merkmal der Romantik und verleiht der Komposition eine emotionale Tiefe.

Die Bearbeitung für Blasorchester durch Johann Österreicher

Die Bearbeitung von *Eljen a Magyar!* für Blasorchester durch Johann Österreicher stellt eine gelungene Adaption des Originalwerks dar. Blasorchester verfügen über eine andere Klangcharakteristik als Sinfonieorchester, was eine Anpassung der Instrumentierung und der dynamischen Balance erfordert.

Die markanten Akkorde der Einleitung und die Zigeunermotive werden durch die Bläsergruppe – insbesondere Trompeten, Posaunen und Klarinetten – betont. Die Klangfülle und Durchsetzungskraft dieser Instrumente unterstreichen die lebhafte und feurige Natur des Stücks. Die dynamischen Möglichkeiten der Bläser werden genutzt, um die Kontraste zwischen den verschiedenen Abschnitten zu verstärken. Die ruhigeren Passagen werden durch weichere Bläserklänge, wie Flöten und Hörner, gestaltet.

Die rhythmische Präzision, die für Polkas typisch ist, wird durch die Perkussionsinstrumente des Blasorchesters unterstützt. Becken, Trommeln und Triangeln betonen die tanzbaren Rhythmen und verleihen dem Stück zusätzliche Energie. Das Zitat des Rákóczi-Marsches in der Coda wird in der Blasorchesterfassung besonders hervorgehoben. Die fanfarenartige Darstellung durch die Blechbläser unterstreicht den patriotischen Charakter und schafft einen triumphalen Abschluss.

Historische Einordnung und kulturelle Bedeutung

*Eljen a Magyar!* entstand in einer Zeit, in der die kulturellen und politischen Beziehungen zwischen Österreich und Ungarn besonders eng waren. Die Uraufführung 1869 in Budapest fiel in eine Phase des aufkeimenden ungarischen Nationalbewusstseins. Das Werk ist nicht nur eine musikalische Hommage an die ungarische Kultur, sondern auch ein Ausdruck der Wertschätzung für die ungarische Nation.

Der Rákóczi-Marsch, der in der Coda zitiert wird, ist eine Melodie mit historischer Bedeutung. Er war eine inoffizielle ungarische Nationalhymne und symbolisierte den Widerstand gegen die Habsburger Herrschaft. Durch die Einbindung dieses Motivs in *Eljen a Magyar!* verleiht Strauss dem Werk eine zusätzliche Dimension: Es wird zu einem musikalischen Statement, das die ungarische Identität und den Freiheitswillen feiert.

In Ungarn wird Eljen a Magyar! bis heute als ein Werk wahrgenommen, das die ungarische Seele einfängt. Die Verbindung von Zigeunermusik, patriotischen Motiven und der lebendigen Polka-Form macht es zu einem beliebten Stück bei Konzerten und Festen. Die Bearbeitung für Blasorchester hat dazu beigetragen, das Werk auch in ländlichen Regionen und bei Volksfesten populär zu machen, wo Blasorchester eine zentrale Rolle spielen.

*Eljen a Magyar!* op. 332 von Johann Strauss Sohn ist ein Meisterwerk, das die musikalische Brillanz des Komponisten mit der kulturellen Identität Ungarns verbindet. Die Bearbeitung für Blasorchester durch Johann Österreicher unterstreicht die charakteristischen Elemente des Originals und macht es für ein breites Publikum zugänglich. Durch die Integration des Rákóczi-Marsches und die Betonung der Zigeunermusik wird das Werk zu einem Symbol ungarischer Kultur und Geschichte. Es bleibt bis heute ein fester Bestandteil des Repertoires von Blasorchestern und ein Ausdruck des ungarischen Nationalstolzes.

Text: musicainfo.net (KI)

Quellen/Sources:
Wikipedia: Éljen a Magyar!
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