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Great Moghul - klicken für größeres Bild
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Great Moghul - Notenbeispiel
Notenbeispiel
Titel Great Moghul
Kategorie Blasorchester/HaFaBra
Unterkategorie Zeitgenössische Bläsermusik (1945-heute)
Besetzung Ha (Blasorchester)
Format/Umfang PrtStm (Partitur und Stimmen)
Verlags-Artikelnr. KL 1459
Erscheinungsjahr 1994
Verkaufspreis 96,00 EUR (inkl. 10 % österr. USt.)
Komponist Bestybaev, Adil
Schwierigkeitsgrad 5
Selbstwahlliste-Grad D5 (Einstufung Deutschland Höchststufe)
Dauer 9:30
Zusatzinfo/Inhalt Eine anspruchsvolle symphonische Dichtung aus der Geschichte und dem Volksleben Kasachstans entnommen.
Die Musik dieser symphonischen Dichtung spiegelt die Entstehung und den Zerfall des Reiches des Großen Moguls wider, das in seiner Blütezeit Zentralasien und einen Teil Indiens mit der Hauptstadt Accra umfasste.
Interessante Instrumentation und neue Klangfarben zeichnen diese Komposition aus.

de=Repertoireliste

(© Kliment Musikverlag)
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Programmnotizen: Ergänzungstext

„Great Moghul“ von Adil Bestybaev - Historische Bedeutung und musikalische Gestaltung für Höchststufenblasorchester

Der Begriff „Mogul“ besitzt sowohl eine historische als auch eine moderne Bedeutung. Ursprünglich bezeichnet er die Angehörigen und Herrscher der Moguldynastie, die in Europa auch als Moguln oder Großmoguln bekannt sind. Die Bezeichnung geht auf das persische Wort *Mughūl* zurück, das mit „Mongole“ verbunden ist. Die Mogulherrscher stammten aus Zentralasien und begründeten auf dem indischen Subkontinent ein bedeutendes Reich. In seiner Blütezeit prägte dieses Reich Politik, Architektur, Wissenschaft, Musik und das gesellschaftliche Leben großer Teile Südasiens.

• Historischer Stoff und programmatische Idee

Eine symphonische Dichtung verarbeitet außermusikalische Inhalte mit den Mitteln der Instrumentalmusik. Sie erzählt eine historische Entwicklung nicht durch Worte, sondern durch Klangfarbe, Rhythmus, Harmonie, Dynamik und formale Kontraste. In „Great Moghul“ wird die Entstehung und der Zerfall des Reiches des Großen Moguls musikalisch verdichtet. Dabei steht nicht die vollständige Darstellung einzelner historischer Ereignisse im Vordergrund, sondern die Wirkung großer geschichtlicher Prozesse.

Die Komposition kann als musikalischer Weg von Ordnung und Macht über Bewegung und Ausdehnung bis hin zu Konflikt und Zerfall verstanden werden. Majestätische Klangflächen verweisen auf die Größe des Herrschaftsraumes, während wechselnde Tonarten, Taktarten und Tempi den historischen Wandel verdeutlichen. Zugleich entsteht ein Spannungsfeld zwischen höfischer Repräsentation und dem bewegteren musikalischen Ausdruck des Volkslebens.

• Musikalischer Aufbau

Die Einleitung steht im 4/4 Takt und trägt die Bezeichnung „Maestoso“. Der gleichmäßige Takt und der majestätische Charakter schaffen eine repräsentative Klanggrundlage. Für das Blasorchester verlangt dieser Beginn einen breiten, tragfähigen und kontrollierten Klang. Besonders die tiefen Blechbläser und das Schlagwerk können die klangliche Basis bilden, während höhere Register und Holzbläser für Kontur und Transparenz sorgen. Die Musik vermittelt zunächst den Eindruck von Größe, Ordnung und staatlicher Macht.

Bei Ziffer 2 erfolgt eine Modulation von C nach Es. Gleichzeitig wechselt die Komposition in den 6/8 Takt. Dadurch verändert sich der musikalische Charakter deutlich. Die neue Tonalität erweitert die Klangfarbe, während der 6/8 Takt eine fließendere und bewegtere rhythmische Wirkung hervorruft. Der musikalische Ablauf scheint sich zu öffnen und in Bewegung zu geraten. Für das Höchststufenblasorchester ist dabei eine präzise Koordination aller Stimmen erforderlich. Der 6/8 Takt darf nicht lediglich als schnelleres Metrum aufgefasst werden, sondern verlangt eine klare innere Gliederung und eine flexible Phrasierung.

Bei Ziffer 11 führt die harmonische Entwicklung zurück nach C. Diese Rückmodulation stellt einen formalen Orientierungspunkt dar. Nach der tonalen Erweiterung entsteht vorübergehend wieder eine stärkere Stabilität. Die Rückkehr sollte im Vortrag deutlich hörbar sein, ohne den musikalischen Fluss zu unterbrechen. Eine differenzierte dynamische Gestaltung ist notwendig, damit die führenden Stimmen, Begleitfiguren und klangstützenden Register ihre jeweiligen Funktionen erkennen lassen.

Mit Ziffer 14 verändert sich die Ausdrucksebene erneut. Die Bezeichnung „Grave“, die Modulation nach B und die Rückkehr zum 4/4 Takt führen zu einer schwereren und konzentrierteren Klangwirkung. Der musikalische Ablauf wirkt nun ernst, getragen und spannungsvoll. Dieser Abschnitt kann als Wendepunkt der Handlung gedeutet werden. Die zuvor dargestellte Macht erscheint belastet oder bedroht. Für das Orchester bedeutet dies besondere Anforderungen an Atemführung, Ansatz, Intonation und Klangbalance. Trotz des langsamen Tempos muss die Musik innerlich in Bewegung bleiben.

Bei Ziffer 30 fordert „Più mosso espressivo“ eine Steigerung von Tempo und Ausdruck. Die Musik gewinnt an Dringlichkeit und emotionaler Intensität. Diese Steigerung darf nicht allein durch Lautstärke entstehen. Entscheidend sind eine präzise Artikulation, eine konsequente Phrasierung und eine deutliche Zielrichtung. Holzbläser, Hörner, Blechbläser und Schlagwerk müssen als miteinander verbundene Klanggruppen agieren. Nur dadurch kann die dramatische Entwicklung überzeugend gestaltet werden.

• Anforderungen an das Höchststufenblasorchester

Die Wirkung von „Great Moghul“ beruht wesentlich auf der Fähigkeit des Orchesters, große Klangmassen transparent zu organisieren. Technische Sicherheit ist ebenso wichtig wie eine klare musikalische Konzeption. Die Übergänge zwischen den einzelnen Abschnitten müssen sorgfältig vorbereitet werden, damit die Komposition als zusammenhängender Prozess wahrgenommen wird.

Das „Maestoso“ benötigt Würde und klangliche Stabilität, der 6/8 Abschnitt Beweglichkeit und rhythmische Präzision. Die Rückmodulation nach C verlangt formale Orientierung, während der „Grave“ Charakter Schwere und innere Spannung verbindet. „Più mosso espressivo“ führt schließlich zu einer gesteigerten dramatischen Energie.

• Adil Bestybaev verbindet in „Great Moghul“ einen historischen Stoff mit den spezifischen Ausdrucksmöglichkeiten des Blasorchesters. Die Komposition stellt nicht nur die Größe eines Reiches dar, sondern auch dessen Entwicklung und Vergänglichkeit. Durch den Wechsel von Tonalität, Metrum, Tempo und Klangfarbe entsteht ein musikalisches Bild von Macht, kultureller Entfaltung und Zerfall. Damit bietet das Werk sowohl für das Orchester als auch für die Zuhörenden eine anspruchsvolle und vielschichtige Auseinandersetzung mit Geschichte und musikalischer Gestaltung. •

Text: © musicainfo.net (KI)

Quellen/Sources:
Wikipedia: Mogulreich
Britannica: Mughal dynasty

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Format/Umfang EUR
Great Moghul - hier klicken Great Moghul (Blasorchester), Partitur und Stimmen 96,00
Great Moghul - hier klicken Great Moghul (Blasorchester), Partitur 24,00
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