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Tarantella - Notenbeispiel
Notenbeispiel
Titel Tarantella
Kategorie Blasorchester/HaFaBra
Unterkategorie Musik aus Südeuropa (...im Stile)
Besetzung Ha (Blasorchester)
Format/Umfang DirStm (Direktionsstimme und Stimmen)
Verlags-Artikelnr. KL 970
Erscheinungsjahr 1963
Verkaufspreis 49,00 EUR (inkl. 10 % österr. USt.)
Komponist Ahninger, Hans
Schwierigkeitsgrad 2
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Programmnotizen: Ergänzungstext

Die Tarantella ist ein lebhafter, rhythmischer Tanz, der ursprünglich aus Süditalien stammt und in der Musikgeschichte eine wichtige Rolle gespielt hat. Der Name leitet sich von der Stadt Tarent ab, doch gibt es auch Theorien, die auf die giftige Tarantelspinne hinweisen, deren Biss angeblich durch das Tanzen geheilt werden sollte. Im Laufe der Zeit wurde die Tarantella jedoch zu einem populären Tanz, der in vielen musikalischen Werken, sowohl in der Volksmusik als auch in der klassischen Musik, verarbeitet wurde. Sie zeichnet sich durch ihren schnellen 6/8- oder 12/8-Takt aus, wobei der pulsierende Rhythmus eine energetische und temperamentvolle Atmosphäre schafft.

Ursprung und Bedeutung der Tarantella in der Musik
Die Tarantella entwickelte sich im 17. Jahrhundert in Süditalien, insbesondere in Apulien und Kalabrien. Sie wurde traditionell als Heilungsritual gegen den Biss der Tarantel angesehen, und das Tanzen wurde als eine Art Ekstase betrachtet, die die tödlichen Wirkungen des Giftes neutralisieren sollte. Dieser folkloristische Hintergrund fand bald Eingang in die Kunstmusik, und zahlreiche Komponisten griffen das Thema auf, wobei sie die charakteristischen Merkmale des Tanzes beibehielten.

In der Musik ist die Tarantella oft durch rasante Tempi, synkopierte Rhythmen und sich wiederholende melodische Phrasen gekennzeichnet. Diese Kombination von Eigenschaften vermittelt ein Gefühl von Dringlichkeit und Energie. Komponisten wie Frédéric Chopin, Franz Liszt, Gioachino Rossini und Felix Mendelssohn haben die Tarantella in ihre Werke integriert, wobei sie meist als virtuose Tanzsätze innerhalb größerer Werke oder als eigenständige Stücke erscheint.

Die Tarantella von Hans Ahninger

In diesem musikalischen Kontext steht auch die "Tarantella" für Blasorchester von Hans Ahninger. Diese Komposition greift die traditionellen Elemente der Tarantella auf und überträgt sie auf das moderne Blasorchester, was eine interessante Symbiose zwischen Volksmusik und zeitgenössischer Musikschöpfung darstellt.

Ahninger nutzt die vielfältigen Klangfarben des Blasorchesters, um die Vitalität und Dynamik des Tanzes zum Ausdruck zu bringen. Die Instrumentierung reicht von hellen Holzbläserfarben bis zu kräftigen Blechbläserklängen, die den rhythmischen Drive der Tarantella verstärken. Die schnellen Wechsel und die pulsierende Energie des Stückes fordern das Blasorchester technisch heraus, während sie gleichzeitig das Publikum in die wirbelnden Rhythmen und die fesselnde Stimmung der Tarantella entführen.

In Ahningers Tarantella wird der typische 6/8-Takt des Tanzes konsequent durchgehalten, wobei der Komponist geschickt mit synkopierten Rhythmen, wechselnden Akzentuierungen und dynamischen Kontrasten arbeitet. Die Melodik des Stückes orientiert sich an den traditionellen Melodien der italienischen Volksmusik, allerdings in einer moderneren, orchestralen Fassung. Besonders markant sind die schnellen Läufe und virtuosen Passagen, die den Geist des fieberhaften Tanzes der Tarantella einfangen.

Die Tarantella ist nicht nur ein traditioneller Tanz, sondern auch ein musikalisches Phänomen, das über Jahrhunderte hinweg zahlreiche Komponisten inspiriert hat. Hans Ahninger gelingt es, diese Tradition in seiner Komposition für Blasorchester aufzugreifen und sie in einem neuen Klanggewand zu präsentieren. Seine "Tarantella" verbindet den volksmusikalischen Charakter des süditalienischen Tanzes mit den orchestralen Möglichkeiten eines modernen Blasorchesters und schafft so ein Werk von großer Energie und Ausdruckskraft.

Quelle/Source: musicainfo.net (KI)

Information:
Wikipedia: Tarantella

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